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Donnerstag: Der Donnerstag verlief in weiten Teilen ruhig. Am Nachmittag, circa 3 Stunden nach dem Läuten zur Mittagsstunde, kam es zu einem kleinen Scharmützel. Dies wurde
sehr interessiert von der umliegenden Bevölkerung beobachtet. Es gab auf beiden Seiten keine nennenswerten Verluste, so dass sich die alliierten Truppenteile, bestehend aus der KGL,der Holländischen 7. Linie und
einer Schweizer Brigade (die eigentlich eher Napoleon nahe steht), am Abend zufrieden in ihre Lager zurück zogen Freitag: Der Tag begann mit zeitigem Wecken und einem nahrhaften Frühstück.Es wurde bekannt,
dass sich französische Truppenteile in umliegenden Ortschaften aufhalten sollten. Um unser Schuhwerk zu schonen, requirierte unser allseits geachteter Herr Major kurzerhand, einen großen Pferdekarren. Mit ihm wurden
die Truppen zu dem Ausgangspunkt der vor ihnen liegenden Schlacht gebracht. Man muss sagen so bequem hatten wir es selten!Als wir ankamen war vom Feind noch nichts zusehen und auch unsere Kavallerie, die Aufmerksam
das umliegende Gelände inspizierte meldete. “Alles ruhig!”. Wir marschierten frohen Mutes, mit einem gottesfürchtigem Lied auf den Lippen, durch die französischen Landen. Wir hatten nur einem Ziel vor Augen:
Paris!Es blieb nicht lange so ruhig. Trotz anfängliche Erfolge gegen feindliche Kavallerie,erkannten wir bald eine übermacht der Franzen, was uns aber nicht den Mut raubte. Am Abend zogen wir in einen kleinen Ort
ein, wo wir freundlich aufgenommen wurden.Wir wurden von der Bevölkerung gut verpflegt Die Nacht verlief etwas unruhig.Wir wurden in einemKuhstall einquartiert. Die Kühe solch Aufregung wohl nicht gewohnt,lärmten
die ganze Nacht hindurch, bis in die Morgenstunden. Ich hatte zeitweise erwogen einige von ihnen zu erschießen, was aber sicherlich den Unwillen der Dorfbevölkerung nach sich gezogen hätte. Mit solchen oder
ähnlichen Gedanken schliefen die meisten aber dennoch bald ein, was am Schnarchkonzert meiner Kameraden zu erkennen war. Samstag: Nach einem kurzen Frühstück ging es dann bald unter vollem Marschgepäck
weiter.Wir voraus, die Franzosen uns aber dicht auf den Fersen. Wir legten einen Hinterhalt, was uns aber beinahe die Holländische Brigade gekostet hätte. Nur dem schnellen schalten unseres Sergeanten und dem
heldenhaften eingreifen unsere Männer des zweiten leichten der KGL ist es zu Verdanken, das es zu keinen nennenswerten Verlusten bei den Holländern kam.Sie bedankten sich später mit Branntwein. Nach vielen
Gefechten, die aber alle heldenhaft gewonnen wurden, erreichten wir gegen Nachmittag unser Quartier im Schlosspark von Montmirail. Wie schön und friedlich lag er da, der eigene Strohsack ohne Kühe!Später wurden alle
Truppenteile von den Honoratioren der Stadt geehrt. Am Abend gab es zu Ehren der beteiligten, unter Vereinbarung eines Waffenstillstandes,ein Festbankett. Es wurde viel gesungen und gelacht und manchmal muss man
sagen:
“Franzosen sind auch Menschen”.
Sonntag: Nach
einem gemeinsamen Frühstück kam dann bald die Zeit lebe Wohl zu sagen.Es wurden aber schnell Pläne für die nächsten Veranstaltungen und “Schlachten”geschmiedet.
Es war wiedereinmal eine gelungene Veranstaltung mit vielen Kontakten auch über so manches
“Sprachhindernis” hinweg.
Schütze Sündermann Es lebe der König!!!
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